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Home sweet Home :

Was erwartet einen in der neuen Umgebung. Vielleicht gibt es Hunde im Haus oder der direkten Nachbarschaft, Kinder, andere Geräusche, Wald statt Felder, Ruhe statt Stadtlärm, der Hund kann mit ins Büro oder jetzt nicht mehr. Man könnte diese Liste unendlich fortführen, was so ein Umzug an Veränderungen mit sich bringt. Und wie auch schon beim Umzug selbst, würde es den Rahmen sprengen, wenn man jeden Hundetyp beschreiben wollte. Wenn es größere Themen gibt, ist es immer hilfreich, einen Trainer zu Rate zu ziehen. Aber für die folgenden Punkte kann man doch allgemeingültige Tipps geben.

  • Das Kennenlernen der Nachbarn und anderer Hunde.
  • Man kann gleich zu Beginn im neuen Zuhause Regeln aufstellen
  • Das Alleine bleiben
  • Der Spaziergang
  • Besuch kommt

Der Vorteil beim Umzug ist, dass Hunde sehr kontextbezogen lernen. Das ist für unser Alltagstraining immer etwas lästig, weil man die Signale viel und gut generalisieren muss, damit der Hund sie überall zuverlässig zeigt. Aber gerade beim unerwünschten Verhalten haben wir in der neuen Wohnung den Vorteil, dass der Hund hier noch sehr neutral an alles rangeht. Wenn man g l e i c h beginnt mit dem Hund die neuen Rituale durchzuführen, hat man es viel leichter, wie wenn man 3 Wochen wartet, weil man ja warten wollte bis der Hund sich eingewöhnt hat und selbst kam man ja auch zu nichts usw., usw..

Das Kennenlernen der Nachbarn und anderer Hunde.

Hund – Hund:

Lassen sie die Hunde sich erstmal auf neutralem Gebiet kennen lernen. Im optimalen Fall verstehen sie sich gut und man kann mit dem „neuen zugezogenen Hund“ zuerst das Haus betreten.

Nachbarn und Hausmitbewohner:

Ich habe bei meinen Hunden die Hausnachbarin gebeten, meinen Hunden ein Leckerli zu schmeißen, wenn sie auf dem Balkon steht, da meine Hunde Menschen auf Balkonen sehr suspekt finden und sie verbellt haben. Das Ergebnis ist, dass sie nach 3 Tagen schwanzwedelnd zu Anne rennen und schon hoffen, dass sie auf dem Balkon ist. Leider sind nicht alle Menschen dazu bereit, vor allem nicht wenn sie angebellt werden. Aber ein Versuch ist es wert, denn das Ergebnis ist immer das gleich gute wenn die Leute mitspielen. Man kann auch Karten schreiben „wir sind die Neuen“ und z. B. einen Hinweis geben, dass der Hund nicht gerne gestreichelt wird von (noch) fremden Menschen. Mit ein paar Leckerli und was für die Nachbarn kommt das gut an und die Nachbarn sind nicht überfordert, wenn der Hund mit der Situation überfordert ist, dass der Nachbar, der es ja nur nett meint ihm über den Kopf streicheln will.

Man kann und sollte gleich zu Beginn im neuen Zuhause Regeln aufstellen

Wir haben in der neuen Wohnung eine sehr kleine Küche, wenn sich da 4 Hunde tummeln stehen wir wie die Sardinen in der Küche. Daher die Regel – hier dürfen Hunde nicht in die Küche.

Das Alleine bleiben

Gut ist es, wenn der Hund auch im alten Zuhause schon ein Sicherheitssignal gelernt hat wie z. B. „ich komme gleich wieder“ mit einer bestimmten Handbewegung dazu. Anfangs habe ich die Hunde nur kurz alleine gelassen - ½ Stunde aber das ist individuell verschieden und richtet sich nach dem Hund was er gut schaffen kann. Wenn der Hund einem ständig hinterher läuft ist das ein Zeichen, dass er evtl. noch nicht gut angekommen ist. Dann sollte man in wirklich kleinen Schritten mit dem Alleine bleiben beginnen. Wer einen Hund mit Trennungsangst hat, dem sei an dieser Stelle das Buch Trennungsangst von C. v. Reinhardt empfohlen.

Der Spaziergang

Hier möchte ich vor allem auf den unsicheren und die jagdlich motivierten Hunde eingehen. Es ist absolut notwendig diese Hunde die erste Zeit mit einer Schleppleine zu sichern. Den unsicheren Hund, da er nach einem Umzug schon in einem erhöhten Stresslevel ist und noch mehr auf alles mit Angst und Unsicherheit reagiert und beim jagdlich motivierten Hund kann ich gleich beginnen, den Abruf zu üben und im keine Erfolgserlebnis zu gönnen. Wenn sie Glück haben, dann ist es keine wildreiche Gegend. Aber das wissen sie erst nach einer gewissen Zeit. Gestalten sie die Spaziergänge spannend und lassen sie ihn unter kontrollierten Bedingungen Spuren suchen so dass er die Gegend mit tollen Aktivitäten mit ihnen verbindet 

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Organisatorisches im Überblick:

 

Tierarzt

Adresse

 

Telefon

 
 

Tasso

ummelden, bzw. anmelden

 

Versicherung

Adresse ändern

 

Hundesteuer

Alter Wohnort abmelden, neuer Wohnort anmelden

 

Hundefriseur

Adresse

 

Telefon

 
 

Hundeschule

Adresse

 

Telefon

 
 

Hundeverordnung

In der neuen Gemeinde / Bundesland erkundigen

 

Onlinebestellungen

Rechnungsadressen ändern z. B. Futterlieferant

 

Tierarzt:

Wenn Sie sich von ihrem bisherigen Tierarzt verabschieden und vom Wegzug in Kenntnis setzten, bitten Sie ihn, wichtige Dokumente wie z. B. Röntgenaufnahmen, Blutwerte, an den neuen Kollegen mitzugeben. Vielleicht kennt er auch einen guten Tierarzt in ihrer neuen Umgebung.

Tasso e. V:

Melden Sie ihren Hund um. Falls sie ihn noch nicht registriert haben, ist das jetzt eine gute Gelegenheit ihn anzumelden. Voraussetzung: Das Tier muss vorher von einem Tierarzt mittels Transponder gekennzeichnet oder tätowiert werden. Die jeweilige Nummer wird zusammen mit den Halterdaten in die TASSO-Datenbank eingetragen. Sie erhalten einen Tierausweis und für ihren Hund eine Tierplakette, damit TASSO schnell benachrichtigt werden kann wenn ihr Liebling verschwunden ist oder aufgefunden wird. Alle weiteren Informationen über TASSO finden Sie hier https://www.tasso.net

Hundeversicherung:

Daten ändern – bei vielen Anbietern gibt es Vordrucke oder auch Onlineformulare.

In manchen Bundesländern besteht eine Versicherungspflicht!

Hundesteuer:

Sie melden ihren Hund bei ihrer bisherigen Gemeinde ab und müssen ihn in der neuen Gemeinde anmelden. Dazu stellen die Gemeinden An/Abmeldeformulare bereit. In der Regel hat man 4 Wochen Zeit für die Ummeldung. Bitte beachten Sie die verschiedenen Regelungen der Bundesländer und Gemeinden (Höhe der Steuer und die Kampfhundeverordnung).

Hundeverordnung der Länder und Gemeinden:

Über Ihre Pflichten als Hundehalter sollten Sie sich stets bei Ihrer Kommune informieren. Oftmals verfügen Kommunen bezüglich der Hundehaltung über eigene Kompetenzen zum Erlass von Verordnungen. Daher gelten in manchen Kommunen sehr spezielle Hundehalterregeln wie zum Beispiel die Leinenpflicht oder auch wo Freilaufgebiete für die Hunde sind. Auch die jeweiligen Bundesländer haben unterschiedliche Regelungen, was Listenhunde betrifft und auch ob ein Sachkundenachweis, der sogenannte Hundeführerschein verlangt wird.

Neue Hundeschule suchen

Wenn sie in einer Hundeschule sind, dann fragen sie, ob ihnen eine gute Hundeschule in ihrem neuen Wohnort empfohlen werden kann. Viele Trainer sind in einem Netzwerk und können ihnen die Suche erleichtern.

Hier können sie sich auch umsehen: http://gewaltfreies-hundetraining.com/mitglied/mitglieder

Prima, wenn sie alle Häkchen gesetzt haben, haben Sie den organisatorischen Teil erledigt.

Heute kommen wir zum Organisatorischen Teil eines Umzugs mit Hund. Je nachdem, wie weit man vom alten Zuhause wegzieht, ist es notwendig, sich einen neuen Tierarzt, Hundefriseur, Hundetrainer,….. zu suchen und man sollte auch den bisherigen behandelnden Tierarzt und alle anderen über den Wegzug informieren. Dafür habe ich eine Checkliste zusammengestellt, die sie sich ausdrucken oder abspeichern können oder an Freunde und Bekannte weitergeben können, die vielleicht gerade vor einem Wohnungswechsel stehen. So haben Sie auf einen Blick, wo sie ihre Daten ändern sollten.

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 Das Problem

Momentan habe ich einige Hunde im Training, die – aus den verschiedensten Gründen – andere Hunde nicht gut finden. Und dies auch lauthals kund tun. Einer davon würde auch zubeißen, käme ihm ein anderer Hund zu nah.

Mit diesen Hunden kommen meine Kunden regelmäßig ins Training, manchmal machen wir schnelle Fortschritte, mal dauert es eben ein bisschen länger. Selbst der Hund, der beißen würde, hat es neulich geschafft sich bis auf einen halben Meter einem anderen Hund zu nähern, ohne auch nur ansatzweise Aggression zu zeigen. Ein toller Erfolg.

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Das ist ein Thema, das nicht täglich passiert, aber mir dafür gleich 2 x dieses Jahr. Meinen ersten Umzug habe ich mit 4 Hunden diesen Februar gemacht, der Zweite steht im Juli an und ich dachte mir, gerade weil man es so selten macht, ist man doch recht überrascht, was es alles für organisatorische Dinge mit sich bringt und man vor allem trainingstechnisch einiges herausholen kann. Ich nehme es auch gleich vorweg, meine Hunde tun sich unglaublich leicht mit dem Umzug. Ich habe das Glück Hunde zu haben, die so gepolt sind: essen, trinken, weiches Bett und Frauchen ist da – egal wo auf der Welt, alles in Ordnung! In den folgenden Artikeln werden wir uns mit dem Umzug selbst auseinander setzten, dann mit dem organisatorischen Krimskrams und im letzten Teil damit, was man im neuen Zuhause alles besser machen kann. Viel Spaß beim Lesen J

Jeder Hund ist anders

Und daher ist es auch schwierig, hier allgemeine Tipps abzugeben wie man den Umzug mit dem Hund am Besten gestaltet. Manche Hunde sind sehr Standorttreu, ängstlich, territorial, neugierig, selbstbewusst,…. . Das heißt, jeder Hund wird mit dieser Situation anders zurechtkommen.

Was auch ein wichtiger Faktor sein kann, ist, zieht der Hund innerhalb seiner Stadt um oder weiter weg. Oder vom Land in die Stadt. Das heißt für den Hund nämlich auch, verliert er nicht nur seinen Standort, sondern auch sein soziales Umfeld an Menschen- und Hundefreunden! Viele Hundehalter machen sich Sorgen, ob der Hund den Umzug gut verkraftet und wenn man im Internet Tipps dazu sucht, ist viel von Stress die Rede. Ja, das kann sein, aber für manche Hunde ist ein Umzug auch eine große Verbesserung. Ich erlebe es in der Hundeschule immer wieder, dass Hunde von der Stadt in ruhigere Gebiete umziehen und sich dadurch ihr Verhalten deutlich zum Besseren verändert. Der Grund ist meistens weniger Stressfaktoren wie z. B. Lärm. Während ich mit einem jagdlich motivierten Hund in der Stadt vielleicht keine großen Probleme hatte, kann sich das mit einem Umzug aufs Land ganz schnell ändern, weil an jeder Ecke eine Katze sitzt und die Rehe und Hasen „gute Nacht“ sagen wollen.

Wie kann man dem Hund den Umzug erleichtern?

Vor dem Umzug:

Gehen sie nach Möglichkeit mit ihrem Hund schon vor dem Umzug ein paar Mal in die neue Wohnung/Haus, so dass er alles in Ruhe kennen lernen kann. Erkunden sie mit ihm die Umgebung. Wo kann man schön spazieren gehen. Lassen sie ihm Zeit alles zu erschnüffeln. Hunde sind Nasentiere im Gegensatz zu uns Menschen und nehmen ihr neues Umfeld stark olfaktorisch wahr. Bei jagdlich motivierten und ängstlichen Hunden sichern sie ihn mit einer Schleppleine. Ihr Hund kennt sich in der neuen Umgebung nicht aus und sie auch nicht! Stellen sie ihm schon einen Wassernapf und eine Decke bereit und füttern sie ihn auch mal in der neuen Wohnung, so fühlt er sich schnell wohl.


Am Umzugstag:

Am Umzugstag selbst ist es am Besten, den Hund bei Freunden oder der Familie unterzubringen. Vielleicht kann er auch eine Nacht dort bleiben. (Ihr Hund sollte das kennen). Auch aus dem Grund, dass Hunde nun mal am liebsten im Weg rumstehen und liegen   ;-). Sollte das nicht möglich sein, achten sie darauf, dass ihr Hund nicht auf die Straße rennen kann während Möbel und Kisten rausgetragen werden.

Die ersten Wochen im neuen Zuhause:

Ändern sie spätestens jetzt alle Daten bei den Versicherungen, Hundesteuer etc. (s. Teil 2). Gehen sie wenn möglich auch die alten Spazierstrecken auf denen er bekannte Hunde trifft und sich gut entspannen kann. Geben Sie ihrem Hund die Möglichkeit ausreichend zu ruhen. Beim Auspacken der Umzugskisten und Möbel rucken vergisst man allzu schnell die Zeit und die Unruhe, die dadurch entsteht. Für ihren Hund sind die vielen neuen Eindrücke anstrengend. Halten sie alte Rituale und Zeiten z. B. Fütterungszeiten, Gassigehzeiten auch im Umzugsstress ein. Das gibt Stabilität und Sicherheit. Spielen sie mit ihrem Hund und vergessen sie ihn nicht bei den vielen Eindrücken, die ja auch auf sie einstürmen. Die Nachbarn wollen kennen gelernt werden und vielleicht gibt es im Haus oder nebenan schon Hunde. Hier gilt es frühzeitig die Weichen richtig zu stellen. Aber dazu mehr im 3. Teil.

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Grundsätzlich gibt es vier Distanzen, die von einem Hund je nach Rasse bzw. Mischung, Erziehung und Erfahrung mehr oder weniger stark eingefordert werden:

Die Territoriumsdistanz

Hierzu zählen Haus/ Wohnung, der Garten, häufig frequentierte Wege, die der Hund als sein Revier empfindet und das Auto. Das es Hunde gibt, die all das bereit sind zu verteidigen, ist bekannt, häufig gibt es beim Auto aber Missverständnisse darüber, ob der Hund wirklich das Auto verteidigt - oder sich selbst im Auto, was bedeutet, dass er sich in einem sehr begrenztem Raum befindet, in dem er kaum ausweichen kann. Nähert sich jetzt ein als Bedrohung empfundener Artgenosse oder Mensch, kann es zu distanzfordernden Verhaltensweisen kommen, die fälschlicher Weise als Verteidigung des Autos interpretiert werden.

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